Schneller als erwartet: die A-Lizenz

Am 3. August begann meine Reise und jetzt, knapp 2 Monate später, darf ich voller Stolz meine A-Lizenz präsentieren. Zeit, das Ganze mal ein bisschen Revue passieren zu lassen…


Von ACC über LMU zu iRacing

Anfangs war ich noch gar nicht schlüssig. ACC, LMU, iRacing – ja, was denn nu?

ACC fand ich klasse, auf Anhieb. Sehr rau, gute Grafik, pure GT3-Action. Anfangs noch kurz den Karrieremodus angezockt. Da dachte ich noch: das kriegst du nie auf die Kette. Keine Konstanz, kein Gefühl… Aber es ist wie mit allem: Üben, üben, üben.

Ich hielt Ausschau nach einem Team, das mir als Mentor dient – und das haben sie auch definitiv getan. Ein paar Einstellungen später und mit etlichen Tipps im Gepäck konnte ich so langsam schnellere Runden vorzeigen. Die Bremse machte mir aber dennoch zu schaffen. Voll reinsteigen, das war ich so gar nicht gewohnt.

Als ein paar aus dem Team dann noch just for fun LMU probieren wollten und wir uns einen Server mieteten, rückte dieses Spiel in den Fokus. Und was soll ich euch sagen? Ich war kurzzeitig Feuer und Flamme. Das passte einfach für mich. Wenn da nicht diese etlichen Abstürze wären… Und dass das FFB auf einmal schlicht und ergreifend nicht mehr vorhanden war. Da wächst der Frust natürlich.

So kam es dann, dass ich mehr und mehr iRacing fuhr. Da funktionierte alles. Die UI war altbacken, die Grafik nicht so pralle wie bei LMU oder ACC – aber die Fahrphysik, die Stabilität und die Ernsthaftigkeit, die da an den Tag gelegt wird, beeindruckten. Anfangs fand ich iRacing sehr schwer zu fahren, aber ich glaube, es ist der beste „Lehrer“.

Trailbraking, Umgang mit dem Gaspedal, Zweikampfverhalten – das vermittelt dir kein anderer Simulator so gut wie iRacing. Und das strenge Strafsystem trägt seinen Teil dazu bei, dass man sauber und sicher fährt, anstatt nur auf Speed zu gehen.


Von Rookie bis C

Die Rookielizenz war relativ schnell Geschichte. Da kümmerte ich mich noch gar nicht um Ranking oder Incident Points.

Die D-Lizenz war auch eher so ein Lernding, etwas für Zwischendurch. Zu der Zeit waren andere Simulationen angesagter, und iRacing wurde sporadisch dazwischen geschoben.

Ab C wurde es dann interessanter und intensiver. So langsam war ich „drin“ und hatte ein Ziel vor Augen. Auch wenn die Lizenz relativ lang dauerte und ich viele Incidents sammeln musste – dort habe ich am meisten gelernt. Besonders im Porsche Cup. Autos ohne ABS und TC fehlerfrei zu bewegen, ist nicht ganz easy. Vielleicht ist gerade deshalb der Cup so angesagt bei vielen C-, B- und A-Fahrern.


Die B-Lizenz – endlich GT3

In B konnte ich dann endlich GT3 fahren, mein eigentliches Ziel. Und das fetzt!

Dennoch ist man so geimpft, dass man versucht, sauber und ohne Fehler zu fahren. Das macht richtig Spaß. Man hat das Gefühl, dass jeder es ernst nimmt. Ausnahmen gibt’s natürlich, und manchmal geht es unfairer zu. Aber wer das DTM-Saisonfinale gesehen hat, weiß: die letzte Runde ist immer schon so ein Ding. 😅


Fuji und der letzte Schritt

Jetzt in der 3. Woche der 4. Season hab ich Fuji jeden Abend gefahren. 1–2 Rennen waren immer mal wieder drin.

Meine Zeiten konnte ich signifikant verbessern. Mit dem McLaren, dem ein bisschen der Topspeed fehlt, konnte ich dennoch vorne mithalten. Was ich in T1 und T2 verspielte, konnte ich in T3 wieder gutmachen – was das ein oder andere Duell in der letzten Kurve mit sich brachte.

Über die Woche habe ich meine Rundenzeiten um knapp 2 Sekunden verbessert und war zeitweise mit einer 1:36,02 richtig gut unterwegs. Und so kam die A-Lizenz dann doch schneller als erwartet.


Neue Ziele

Jetzt heißt es für mich ganz klar: iRating sammeln, um mich zu empfehlen.
Für mich bedeutet das, dass ich die Quali mitfahre, offensiver bin und angreife.

Mein erstes Rennen mit frischer A-Lizenz hab ich direkt auf dem Podium beendet. In den letzten vier Rennen habe ich mein iRating um rund 200 Punkte verbessert. So sollte ich relativ schnell mein Ziel von 1.5k iRating erreichen – eine Marke, die bei vielen Teams als Mindestanforderung gilt.

Ich könnte mir durchaus vorstellen, die Special Events und Endurance-Rennen mitzufahren. Doch dazu fehlt mir noch ein bisschen Routine. Auch wenn mir der McLaren 720S Evo gut liegt, will ich dennoch den Lambo, Porsche und Aston Martin probieren. Vielleicht taugt mir ja einer von ihnen noch mehr.


Fazit

Jedenfalls bin ich wirklich zufrieden mit meinem Fortschritt – und auch ein bisschen stolz.
Meine Ziele sind klar: 1.5k iRating und gerne noch mehr.

Jetzt darf der Racing-Alltag gerne einkehren. Vielleicht lege ich mal einen Abend Pause ein, aber ich habe das Gefühl, dass sich alles fügt und in die richtige Richtung läuft.

👉 Wir werden sehen, wohin die Reise geht. Seid gespannt – ich bin es auch!

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