Doppel-Update: C-Lizenz in iRacing & erste Erfahrungen in Silver bei LMU

In der Nacht mit Start der Season 4 war es endlich soweit: Ich habe meine C-Lizenz in iRacing erhalten. Damit geht’s jetzt für mich auf der Plattform so richtig los.

Natürlich bedeutet das auch: iRacing wird ab jetzt teurer. Allein die Auswahl an für mich spannenden Serien in dieser Season würde mit den dazugehörigen Autos schon bei rund 81 € liegen – und damit ist längst nicht alles abgedeckt. Aber für den Einstieg in C reicht mir das erstmal.

Mein Ziel ist jetzt klar: In den kommenden drei Wochen will ich meine Lizenz auf über 3.5 iRating pushen. Bei 4.0 greift der Fast Track, und dann würde ich automatisch in B aufsteigen. Dieses Mal habe ich mir fest vorgenommen, genau das zu erreichen – und bin mir ziemlich sicher, dass es klappt. Denn auf diesem Level trennt sich langsam die Spreu vom Weizen, und viele der klassischen Crashkids verschwinden von der Bildfläche.

Ihr dürft euch sicher sein: Über die nächsten Wochen werde ich euch von meinen Erfahrungen berichten.


Le Mans Ultimate: von Bronze zu Silver

Währenddessen läuft es in Le Mans Ultimate (LMU) ebenfalls richtig gut. Ich habe dort ohne großes Testen direkt mit den Dailys begonnen. Die Bronze-Lizenz lief solide, und auch hier unterscheidet das System zwischen Safety Rating und Driver Rating.

Die Farbstufen (Bronze, Silver, Gold, Platin) sind in jeweils drei Unterstufen gegliedert (B1 → B2 → B3 → S1 usw.). Nach 17 Rennen hatte ich dann meinen ersten großen Moment:

Auf Fuji ging ich von P5 ins Rennen (rollender Start) – und hatte den Führenden außen in T1 sofort kassiert. Traumstart! Danach konnte ich die Pace managen, meine Position sauber verteidigen und am Ende fehlerfrei ins Ziel fahren.


Silver-Debüt: Multiclass-Chaos und Spritdrama

Mein erstes Rennen in Silver hatte es direkt in sich. Wieder Fuji, diesmal aber Multiclass mit LMP2. Allein das machte die Sache schon anspruchsvoll:
Die Blauphasen sind eine völlig neue Herausforderung. Ich habe dabei schnell gelernt, dass Blau nicht automatisch bedeutet, sofort die eigene Linie zu verlassen. Viel wichtiger ist es, berechenbar zu bleiben, keinen Zickzack zu fahren und die Überrundungen sauber vorbeizulassen. Genau das habe ich beherzigt – und so lief das Rennen von meiner Seite absolut fehlerfrei: keine Dreher, keine Offtracks, kein Gerangel, keine Kollisionen.

Qualifying

7 Minuten Regen, ich kam mit den Wets nicht klar und musste mich mit P12 begnügen.

Rennen

Der Start war trocken, ich ging auf Mediums ins Rennen. In den ersten Runden passierte nicht viel – ich hielt mich zurück, profitierte aber von Fehlern vor mir und lag schon nach Runde 2 auf P8.
Nach rund 10 Minuten kam dann der nächste Regenschauer. Ich reagierte sofort, ging früh an die Box, tankte nach und zog mir Wets auf.

Das stellte sich als goldrichtig heraus: Während viele meiner Gegner draußen auf Slicks blieben und zu kämpfen hatten, pflügte ich förmlich durchs Feld. Einer nach dem anderen fiel zurück – und plötzlich zeigte das Timing: P1!

Gegen Ende kam auch die Durchsage vom Spotter dass es clever wäre wieder auf Slicks zu gehen, aber ich bleib draußen, hatte noch relativ gutes Gefühl ins Auto und wusste dass ich es über die Zeit bringen könnte.

Der Sieg zum Greifen nah

Ich fuhr wie im Tunnel. 16 Sekunden Vorsprung, noch drei Runden zu fahren, die Pace passte, keine Fehler – eigentlich war das Ding durch.
Doch dann der Schock: Spritwarnung!

Jetzt hieß es: Lift & Coast, jedes bisschen Verbrauch drücken, Gemisch anpassen. Aber im Eifer des Gefechts passierte mir ein fataler Fehler: Statt den Motor magerer zu stellen, schaltete ich versehentlich auf reicher.

Und so wurde aus dem sicheren Sieg ein Alptraum: Kurz vor Ende, um genauer zu sein in der letzten Runde, musste ich tatsächlich noch einmal in die Box zum Nachtanken. Von Platz 1 zurück auf P12. Der Abend war für mich gelaufen!


Lehrgeld bezahlt, Erfahrung gewonnen

Es war bitter, in der letzten Runde den Sieg so dramatisch aus der Hand zu geben. Aber: Mein Rennen war sauber, strategisch eigentlich gut und von der Pace her absolut konkurrenzfähig. Dieses Missgeschick verbuche ich als wertvolle Lehrstunde in Sachen Strategie und Fuel Management.

Ich muss noch sehr viel lernen und das Niveau ist ein anderes. Multiclass-Racing, Blauphasen, Strategie – das fordert mich richtig heraus. Und genau das macht es so spannend.


Abschliessend :

LMU ist bei mir gerade richtig hoch im Kurs und ACC zur Zeit leider abgeschrieben. Es unterscheidet sich in meinen Augen stark im Force Feedback, auf der Bremse, in den Details. iRacing hatte ich bisschen außen vor gelassen da ich auf meine Lizenz wartete – ich hatte keine Eile auf den Schnellaufstieg zu drücken da die Season ja eh zu Ende war. Jetzt nehmen wir da nochmal Fahrt auf. Ich denke dass es sich jetzt entscheidet auf welche Sim ich meinen Fokus legen werde.

iRacing vs. LMU

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