Vorwärts Leute, wir gehen zurück…

Sodele…

Mein Glasfaseranschluss ist endlich aktiv, das Internet läuft tadellos und auch zuhause ist wieder etwas Ruhe eingekehrt. Höchste Zeit also, sich wieder ins Rig zu setzen und ordentlich reinzuschwitzen.

Wie passend, dass ausgerechnet Portimão im Rennkalender steht – eine Strecke, die ich schon immer gerne gefahren bin.

Doch welches Auto?

Der erste Tag ging deshalb komplett fürs Testen drauf. Mein persönliches Fazit:

  • Ford – Schnell. 1:43er-Zeiten waren drin, aber nicht konstant. Mir fehlte die Emotion und das ABS greift für meinen Geschmack sehr früh ein.
  • McLaren – Ebenfalls 1:43er-Zeiten, allerdings nur mit maximalem Fokus. Brutal schnell, aber auf Dauer einfach anstrengend.
  • Ferrari – Irgendwie so ein Mittelding. Direkte Lenkung, flott unterwegs, aber der Funke springt nicht über.
  • BMW – Sieht schön aus. Das war’s dann aber auch.
  • Lamborghini – Für mich zu lose auf der Hinterachse.
  • Aston Martin – Das Cockpit… ich werde einfach nicht warm damit.
  • AMG – Joa… fährt. Ist aber irgendwie ein Container.
  • Porsche – Schnell, kontrollierbar und unglaublich präzise auf der Vorderachse. Eigentlich ein richtig gutes Auto. Trotzdem fühlt er sich noch nicht wie mein Auto an.
  • Corvette – Nach wie vor das Auto, das sich für mich am natürlichsten anfühlt. Allerdings fehlte mir fast eine Sekunde auf die Spitze. Mehr als eine 1:44 war zunächst nicht drin.

Den Acura und den Audi habe ich diesmal gar nicht erst ausprobiert.

Am Ende blieb ich beim McLaren hängen. Nicht unbedingt, weil ich überzeugt war, sondern weil er für mich optisch einfach das schönste GT3-Auto ist.

Mit wenig Vorbereitung, aber umso mehr Lust, habe ich mich dann spontan für das Rennen angemeldet.

Jackpot: Topsplit.

Die Qualifikation beendete ich auf Platz 10. Gemessen an der Pause und der überschaubaren Vorbereitung war ich damit wirklich zufrieden.

Der Rennstart hingegen… eher nicht.

Die erste Kurve bin ich viel zu vorsichtig angegangen und habe direkt mehrere Positionen verloren. Portimão bietet nicht unendlich viele Überholmöglichkeiten. Umso wichtiger ist es, Druck aufzubauen und kleine Fehler des Vordermanns zu erzwingen.

Die Pace für Platz sechs oder sieben hatte ich definitiv. Leider wurde ich dann ziemlich unsanft von einem Ford abgeschossen. Ein schneller Rejoin war unmöglich, weil ich mitten auf der Strecke zum Stehen kam.

Also hieß es: Kopf runter und aufholen.

Immerhin konnte ich den Verursacher später wieder einholen. Das hat den inneren Frieden dann doch etwas wiederhergestellt.

Natürlich hat das iRating gelitten. Trotzdem war da ein Unterschied zu früher: Ich habe mich während des Rennens überhaupt nicht unter Druck gesetzt gefühlt. Das war für mich fast die wichtigste Erkenntnis des Tages.

Und trotzdem…

…irgendetwas fühlte sich nicht richtig an.

Also habe ich mir Garage61 genauer angeschaut, die Strecke analysiert und bin anschließend wieder in die Corvette gestiegen.

Und plötzlich machte es Klick.

Ein paar kleine Anpassungen, ein paar Details an der Linie und auf einmal kamen die tiefen 1:43er fast von alleine.

Vergangene Season bin ich zwar sogar 1:42er-Zeiten gefahren und war insgesamt fast eine Sekunde schneller. Allerdings war die Strecke damals rund 20 °C kühler und ich war komplett im Rhythmus.

Deshalb werte ich das Ganze trotzdem positiv.

Ich werde die Corvette fahren.

Kein ständiges Wechseln mehr zwischen den Autos, kein erneutes Suchen nach dem vermeintlich perfekten Fahrzeug.

Ich glaube inzwischen, dass mir dieses Hin und Her überhaupt nichts bringt. Auf meinem aktuellen Niveau macht nicht das Auto den Unterschied, sondern der Fahrer.

Also heißt es jetzt: trainieren, trainieren und nochmal trainieren.

Mein Ziel bleibt unverändert: 2.500 iRating.

Ob das diese Season schon klappt?

Das wird sich zeigen.

Schreibe einen Kommentar