Letzten Freitag stand der zweite Lauf der SimRC an – Schauplatz: Sonoma. Absolutes Neuland für mich, die Strecke musste ich mir erst kaufen. Während der Woche haben meine Kollegen und ich uns aktiv darauf vorbereitet.
Sonoma liegt in Kalifornien, irgendwo in der Pampa zwischen Sacramento und San Francisco. Ein munteres Auf und Ab, das regelrecht einer Berg- und Talfahrt gleicht: blinde Kurven, Sand auf der Strecke. Eigentlich ein guter Track für die Corvette – nur eben nicht unbedingt für mich. Im Training sammelte ich unglaublich viele Incidents, und zu meinem Groll aus Hockenheim gesellte sich die ernüchternde Erkenntnis, dass ich einfach noch ein langsamer Fahrer bin. Andere ballern da locker eine Sekunde schneller drüber.
Aber sei es drum – groß aufgeregt war ich diesmal nicht, ich wollte einfach nur ankommen.
Kurzes Briefing, dann ging’s los. Die Quali lief solide: Am Ende stand P9, wobei da eigentlich noch mehr drin gewesen wäre. Für eine weitere schnelle Runde fehlte mir leider die Lücke, weil ich jemanden vor mir hatte. Also fuhr ich etwas früher in die Box, mit dem Gedanken: Schauen wir einfach mal, was beim Start passiert.
Der Start selbst war dann angenehm unspektakulär – ein paar Fahrer drehten sich raus, ich kam gut weg. Auf die Brechstange hatte ich keine Lust, ich wollte nichts riskieren. Trotzdem hatte ich relativ schnell vier Plätze gutgemacht. Zwei, drei Runden später waren auch die Reifen auf Temperatur, und ich fand meinen Rhythmus. Die Konstanz war richtig solide, da hab ich mir nichts vorzuwerfen.
Insgesamt muss ich sagen: ein sehr unspektakuläres Rennen, im positiven Sinne. Ich hab meinen Stiefel durchgezogen, der Boxenstopp hat gut geklappt, keine brenzligen Situationen. Als Team wie auch als Einzelfahrer können wir richtig zufrieden sein – P6 am Ende, P5 in greifbarer Nähe, gerade mal zwei Incidents übers ganze Rennen. Alles in allem: voll ok.

Weiter geht’s auf dem Red Bull Ring – geile Strecke, allerdings mit einem krassen Remake. Die neuen 3D-Kerbs machen den Kurs richtig unberechenbar. Die Corvette geht dort aber ganz gut, ich hab Spaß auf der Strecke, auch wenn der RB-Ring ein echtes Incident-Paradies werden dürfte.
Bleiben wir gespannt 🙂